Warning: include_once(/home/httpd/vhosts/blickontrast.ch/httpdocs/wp-content/plugins/wp-super-cache/wp-cache-phase1.php): Failed to open stream: No such file or directory in /home/httpd/vhosts/blickkontrast.ch/httpdocs/wp-content/advanced-cache.php on line 22 Warning: include_once(): Failed opening '/home/httpd/vhosts/blickontrast.ch/httpdocs/wp-content/plugins/wp-super-cache/wp-cache-phase1.php' for inclusion (include_path='.:/usr/share/pear:/usr/share/php') in /home/httpd/vhosts/blickkontrast.ch/httpdocs/wp-content/advanced-cache.php on line 22 Warning: include(/home/httpd/vhosts/blickontrast.ch/httpdocs/wp-content/plugins/wp-super-cache/wp-cache-base.php): Failed to open stream: No such file or directory in /home/httpd/vhosts/blickkontrast.ch/httpdocs/wp-content/plugins/wp-super-cache/wp-cache.php on line 113 Warning: include(/home/httpd/vhosts/blickontrast.ch/httpdocs/wp-content/plugins/wp-super-cache/wp-cache-base.php): Failed to open stream: No such file or directory in /home/httpd/vhosts/blickkontrast.ch/httpdocs/wp-content/plugins/wp-super-cache/wp-cache.php on line 113 Warning: include(): Failed opening '/home/httpd/vhosts/blickontrast.ch/httpdocs/wp-content/plugins/wp-super-cache/wp-cache-base.php' for inclusion (include_path='.:/usr/share/pear:/usr/share/php') in /home/httpd/vhosts/blickkontrast.ch/httpdocs/wp-content/plugins/wp-super-cache/wp-cache.php on line 113 Warning: include_once(/home/httpd/vhosts/blickontrast.ch/httpdocs/wp-content/plugins/wp-super-cache/ossdl-cdn.php): Failed to open stream: No such file or directory in /home/httpd/vhosts/blickkontrast.ch/httpdocs/wp-content/plugins/wp-super-cache/wp-cache.php on line 136 Warning: include_once(): Failed opening '/home/httpd/vhosts/blickontrast.ch/httpdocs/wp-content/plugins/wp-super-cache/ossdl-cdn.php' for inclusion (include_path='.:/usr/share/pear:/usr/share/php') in /home/httpd/vhosts/blickkontrast.ch/httpdocs/wp-content/plugins/wp-super-cache/wp-cache.php on line 136 Warning: Cannot modify header information - headers already sent by (output started at /home/httpd/vhosts/blickkontrast.ch/httpdocs/wp-content/advanced-cache.php:22) in /home/httpd/vhosts/blickkontrast.ch/httpdocs/wp-includes/feed-rss2.php on line 8 Blickontrast https://www.blickkontrast.ch Patrick Mäder Fri, 09 Apr 2021 14:19:39 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.2.11 | TIERHELDEN – APPETITHÄPPCHEN| https://www.blickkontrast.ch/tierhelden-appetithaeppchen/ https://www.blickkontrast.ch/tierhelden-appetithaeppchen/#respond Fri, 09 Apr 2021 14:25:00 +0000 https://blickontrast.ch/?p=960 Beim Surfen im Netz bin ich noch über folgenden Teaser  zur Sendung «Echte Tierhelden Spezial» gestossen.

Also schaut rein, Morgen Samstag, SF1, 20.05 Uhr.

Viel Spass wünscht der Hund.

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| TIERHELDEN | https://www.blickkontrast.ch/tierhelden/ https://www.blickkontrast.ch/tierhelden/#respond Thu, 01 Apr 2021 06:55:09 +0000 https://blickontrast.ch/?p=957 Read More]]> Liebe Community

Wie ihr wisst, ist der Autor nach wie vor in seiner kreativ Pause.

Somit habe ich genügend Zeit mich im Daten Dschungel rum zu treiben. Dabei habe ich folgenden Hinweis auf eine Sendung im linearen TV Programm gefunden.

Schon der Titel, «echte Tierhelden Spezial» verspricht eine Menge Interessantes aus der Welt der Tiere. Ich auf jeden Fall habe mir den Termin bereits einmal eingetragen…

Ich wünsche Euch weiterhin alles Gute und bis bald mal wieder.

Euer Hund

Samstag, 10. April 2021, 20.05 Uhr, SRF 1

«SRF bi de Lüt – Echte Tierhelden Spezial» mit Nicole Berchtold

Ob vergraben von einer Lawine oder kurz vor dem Zugriff eines scharfen Schäferhundes – Nicole Berchtold erlebt auf ihrer Reise ins Reich der Tierhelden so manche Überraschung. Und immer im Hinterkopf: der Wunsch nach einem eigenen Haustier.

«SRF bi de Lüt – Echte Tierhelden Spezial» ist ein Wiedersehen mit den liebgewonnenen Protagonistinnen und Protagonisten aus der letztjährigen Staffel «SRF bi de Lüt – Echte Tierhelden». Nicole Berchtold packt mit an auf dem Gnadenhof in Kaisten AG, trifft Ruedi Keller auf Pikett mit seiner Grosstierrettungsambulanz und schaut im Berner Seeland bei Johns kleine Farm vorbei, dem Zoo im Shutdown.

Einen eigenen Hund hätte Nicole schon lange gerne für ihre Familie. Aus Vernunft wegen der unregelmässigen Arbeitszeiten hat sie sich bis jetzt dagegen entschieden. Hunde und ihre speziellen Fähigkeiten lernt die Moderatorin so einige kennen auf ihrer Reise durch die Tierhelden-Welt.

Vergraben im Schnee, mit der Hoffnung der Lawinenhund möge sie möglichst schnell finden, über den Sprengstoff-Suchhund am Flughafen in Zürich, bis zum scharfen Schäferhund, der sie stellen soll.

Und wer weiss, vielleicht findet Nicole ja ein passendes Haustier auf ihrer Reise.

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VELOFÖRDERUNG https://www.blickkontrast.ch/velofoerderung/ https://www.blickkontrast.ch/velofoerderung/#respond Mon, 08 Mar 2021 18:10:43 +0000 https://blickontrast.ch/?p=952 Read More]]> Liebe BlicKontrast Besucherinnen und Besucher

Seit Mitte Oktober ist auf dieser Seite der Shut Down aktiv. Keine Geschichte wurde vom Menschen mehr verfasst.

Eine sogenannte kreative Auszeit nennt er es. Leider ist mir nicht bekannt, was dabei heraus gekommen ist. Bei der Durchsicht der Sozialen Medien, bin ich nun aber über folgenden Beitrag über den Autor gestossen.

Patrik Mäder auf velo-geschichten.ch | Kanton Zürich (zh.ch)

Diesen will ich Euch nicht vor enthalten. Ich mache mich nun wieder daran, heraus zu finden, was der Mensch in seiner Auszeit ausheckt und wünsche Euch in der Zwischenzeit viel Spass beim lesen.

Eine gute Zeit und bleibt alle gesund.

Euer Hund.

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| AUF WIEDERLESEN | https://www.blickkontrast.ch/auf-wiederlesen/ https://www.blickkontrast.ch/auf-wiederlesen/#comments Thu, 29 Oct 2020 22:30:37 +0000 https://blickontrast.ch/?p=949 Read More]]> «So Mensch, nun habe ich meine Geschäfte erledigt und stehe meinem Menschen mit beiden Ohren zur Verfügung.» sagt der Hund zu mir, während er keinen Schritt von meiner Seite weicht. Ich kann seine Neugier förmlich spüren. «Ja dann Vierbeiner, wie vorhin erwähnt glaube ich zu wissen, was ich ändern möchte.» beginne ich den Faden wieder auf zu nehmen. «Mensch mich stört erneut das Wort «glauben». Zum wiederholten Male: glauben heisst nicht wissen.» fällt mir der Hund ins Wort.

«Halt einfach mal die klappe Vierbeiner. Vielleicht ist es in der Tat so, und ich weiss es nicht zu hundert Prozent. Dies ist doch noch oft so, dass man im Nachhinein einfach schlauer ist. Das werden wir dann sehen.» schnauze ich den Hund an. «Wieder ein spassige Aussage in deinem Kontext. «Das werden wir dann sehen». Mit Verlaub, entweder müsstest du «wir» oder «sehen» austauschen. Denn wenn du «wir» einsetzt, heisst dies du und ich sehen es. Was in deinem Falle etwas eine lustige Aussage ist, oder dann musst du «sehen» durch «erfahren» ersetzen, denn wenn du es ja nicht sehen kannst, wäre dies dann die richtige Aussage.» schliesst der Hund seinen wirren Einwand.

«Ach herrje, dein Gequatsche geht mir gerade etwas auf die Nerven.» zische ich den Hund an. «Tja Mensch, die Sprache soll einfach richtig angewandt sein.» entgegnet der Hund selbstbewusst. «Klugscheisser! Bin mir gerade nicht sicher ob wirklich immer du die Einsätze beendet hast, oder ob du nicht zu Teufel gejagt worden bist.» sage ich und rolle dabei mit den Augen. «Das ist nun nicht das Thema des heutigen Auslaufes. Nun aber zurück zu dir. Was steht dann nun für Veränderungen an?» lenkt der Hund gekonnt ab.

«Wenn der Hund die Schnauze halten könnte, kann ich es ihm gerne erzählen. In der Tat, ich weiss es nicht genau, aber der Zeitpunkt scheint mir gekommen zu sein, um eine kreative Pause einzulegen.» sage ich zum Hund. Dieser reagiert für mich nicht wahrnehmbar und so fahre ich gleich fort. «Oder gar eine längere, kreative Winterpause.» Der Hund reagiert wieder nicht wahrnehmbar und so sage ich zum Hund. «Hallo Hund? Hörst du mir überhaupt zu, oder bist du den diversen Düften verfallen?» «nnnnmmm mmmm dmm smmm hmm.» murmelt der Hund unverständlich vor sich hin. «Ich bleibe stehen und wende mich dem Hund zu. «Was ist los mit dir? Ich kann dich im besten Willen nicht verstehen. Interessiert es dich überhaupt, was ich dir zu sagen habe?» «Natürlich Mensch, und es ist auch verdammt anstrengend.» sagt der Hund zu mir und atmet dabei ziemlich heftig. «Warum ist dein Atmen so schnell, bist du gerade zu mir hingerannt?» sage ich erstaunt zum Hund.

«Nein, ich habe dir natürlich aufmerksam zugehört.»  entgegnet der Hund leicht genervt. «Ach ja, und warum schnaufst du dann so schnell und hastig?» fauche ich den Hund an. «Hör mal Mensch, kannst du dir vorstellen wie anstrengt es ist, mit einer Pfote die Schnauze zu halten, aufmerksam zu zuhören, und daneben noch auf drei Pfoten deinem schnellen Gang folgen zu können? Ganz zu schweigen, wenn Hund dann noch mit gehaltener Schnauze eine Antwort geben soll.» kann sich der Hund ein Schmunzeln nicht verkneifen.

«Nicht dein Ernst, oder Vierbeiner?» schiesst es aus mir heraus. «Tja, entgegen deiner Meinung bin ich eben ein folgsamer Begleiter.» wirft der Hund ein. «Genau, und seit wann? Aber kommen wir nun zurück zum Thema. Ich werde also eine Pause einlegen und somit mehr Zeit für dich haben.» versuche ich fort zu fahren. «Eine Pause von was? Etwa von mir?» schiesst es erschrocken aus Hundes Schnauze. « Nein, nein Vierbeiner. Dich behalte ich noch eine Weile. Es wird aber ab nächster Woche keine Geschichten mehr über uns geben.» teile ich dem Hund meinen Entscheid mit. Der Hund trottet darauf wortlos neben mir her. Nach einer Weile ergreift er das Wort. «Schade Mensch, mir wäre lieber gewesen, wenn du dein zum himmelstinkendes Hobby auf Eis gelegt hättest. Deine Geschichten habe ich eigentlich immer noch gerne gelesen. Obwohl, vieles war ja einfach erstunken und erlogen. Schlicht unwahr. Ein Mensch, der seinen Vierbeiner verstehen kann.» sagt der Hund mit einem breiten Lachen und kopfschüttelnd.

Bevor ich etwas sagen kann meldet sich der Hund erneut zu Wort. «Weisst du was, ich habe dich oft genug gewarnt, dass dies bös enden könnte. Darum glaube ich, du bist nun aufgeflogen und musst dich in therapeutische Behandlung begeben, um das Problem vom sprechenden Hund in den Griff zu bekommen.»

«So ein Quatsch, ich muss nicht eingeliefert werden.  Bei mir ist alles tiptop. Ich möchte einfach eine Weile die Speicher aufladen und neue Energie tanken. Was dabei herauskommt, werden wir dann irgendwann sehen. Lassen wir uns doch alle überraschen. So Vierbeiner, nun sind wir zu Hause angekommen. Geh du mal in den Keller eine frische Schachtel Kirschstängeli und für mich ein Bier holen. Wir machen uns gleich einen gemütlichen Abend. Ich muss zuvor allerdings noch die letzte Geschichte beenden, sowie uns von der Community verabschieden.» sage ich zum Hund, während ich die Haustüre aufschliesse.

Liebe Community

Ihr habt soeben die vorerst letzte Geschichte vom Hund und dem Menschen gelesen. Mit diesen letzen Zeilen verabschieden wir uns nun in die unbestimmte Kreativpause. Sollte es uns gelungen sein, euch mit unseren Geschichten zum Nachdenken angeregt zu haben, oder konnten wir euch gar ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern, dann freut uns dies sehr. Der Hund wird sich mit Sicherheit auch in Zukunft mit seinem Menschen knallharte, manchmal auch irrwitzige Dialoge liefern. Am meisten gespannt ist wohl der Autor dieser Geschichten, wie lange es dauert, bis entweder der Hund entnervt von dannen zieht oder der Mensch eingeliefert werden muss. Irgendwann und irgendwie werdet ihr es erfahren. Vorerst wünschen wir Euch aber vor allem in diesem ganz speziellen Jahr alles Gute, allerbeste Gesundheit und die nötige Prise Humor.

Und zum Schluss noch dies:

Wer Veränderung fordert, muss sich selber verändern. Denn nur wenn ich mich selber ändere, ändert sich mein Umfeld vielleicht mit.

In diesem Sinne alles Gute, Tschüss und weg.

Der Hund, Der Mensch und der Autor

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| LOSLASSEN | https://www.blickkontrast.ch/loslassen/ https://www.blickkontrast.ch/loslassen/#respond Thu, 22 Oct 2020 22:36:02 +0000 https://blickontrast.ch/?p=946 Read More]]> «Vierbeiner wir müssen miteinander reden.» sage ich zum Hund, als ich in der Küche die letzten Arbeiten nach dem Abendessen erledigt habe. «Heute noch?» höre ich den Hund etwas abwesend ab seiner Oase antworten. «Ja, heute noch Vierbeiner.» gebe ich energisch zur Antwort. «Oha, der Mensch scheint mir sehr aufgebracht zu sein, willst du gerade jetzt darüber sprechen?» höre ich den Hund hörbar neugierig fragen. «Dies können wir gerne so machen. Ich wäre dir dankbar, wenn du mir aus dem Keller ein Bier mitbringen könntest, wenn du gerade eine neue Schachtel Kirschstängeli raufholst.» rufe ich dem Hund noch hinterher, als ich bemerkte, dass dieser hastig in den Keller hetzt.

«Kann ich gerne tun, Mensch.» höre ich diesen aus dem Keller rufen. Ich mache es mir in der Zwischenzeit auf dem Sofa gemütlich und warte auf den Hund. «Bitte schön Mensch, ich habe es bereits geöffnet für dich. Bitte entschuldige, hatte etwas länger, da ich meine Schachtel noch schön säuberlich öffnen musste. So wie ich dies sehe, reicht eine Schachtel für mich kaum, denn du bist in einer sehr speziellen Stimmung. Dies heisst für gewöhnlich, dass lange Diskussionen anstehen.» teilt mir der Hund seinen Eindruck in einem ausschweifenden Wortschwall mit.

«Ist schon faszinierend, wie der Hund gewisse Dinge trotz seines kratzbürstigen Wesens bemerkt.» kann ich mir einen Seitenhieb nicht verkneifen. «Danke für die Blumen Mensch, ich bemerke es zumindest noch, was nicht für alle Beteiligten gilt.» zischt der Hund zurück. «Nun gut dann haben wir die Nettigkeiten ausgetauscht und können zum wesentlichen Thema kommen.» sage ich und will gerade weiterfahren, als der Hund mir ins Wort fällt. «Nur noch kurz Mensch, wer schreibt heute das Protokoll?»

«Das darf mein Vierbeiner heute gerne übernehmen. Da ich zur Sitzung eingeladen habe, fällt diese Tätigkeit wohl in deinen Aufgabenbereich.» kann ich mir nicht verkneifen und muss dabei breit schmunzeln. «Wenn dies so ist, lassen wir das mit dem Protokoll, denn dann musst du im Nachhinein auch nichts korrigieren oder eine erneute Therapiestunde bei mir buchen.» flappst der Hund zurück. «Schön hätten wir auch dies geklärt.» entgegne ich leise.

«Also Mensch schiess los, wo drückt der Schuh.» fordert der Hund mich auf. «Wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe, hast du mir vor kurzem erzählt, dass du schon einige Einsätze im Auftrag der Schule geleistet hättest.» beginne ich zu erzählen. «Genau Mensch so ist es.» erwidert der Hund. «Warum bist du dann jeweils weitergezogen?» will ich vom Hund wissen. «Darüber darf ich aus Datenschutzgründen keine Auskunft erteilen.» sagt der Hund knapp. «Genau Vierbeiner, wer’s glaubt.» platzt es aus mir heraus.

«So ist es nun einfach Mensch. Aber was ich sicherlich sagen kann, Hund hat es gespürt.» ergänzt der Hund. «Genau Hund du sagst es richtig.» platzt es erneut aus mir heraus. «Ich weiss natürlich, dass ich es richtig gesagt habe.» rollt der Hund mit den Augen. «Och, mein Vierbeiner. Ist mal wieder witzig. Was ich gemeint habe, dass ich im Moment genau auch so ein Gespür wahrnehme.» sage ich zum Hund. «Spannend. Will der Mensch darüber redensprechen?» hackt der Hund neugierig nach. «Nein Hund. Darum habe ich vor einer Weile darum gebeten.» rolle ich mit den Augen.

«Ach ja stimmt, Entschuldigung, bin schon still und horche artig zu.» flüstert der Hund leicht beschämt vor sich hin. «Schön Vierbeiner, dann mach mal die Lauscher auf. Ich weiss nicht an was es liegt, am Herbst, am leicht fortgeschrittenen Alter oder an was auch immer. Fakt ist ich habe das Gefühl…» beginne ich zu erzählen als der Hund mir ein erstes Mal ins Wort fällt.

«Das mit deinen Gefühlen, haben wir auch schon einige Male durch exerziert, ich teile dir es gerne zum widerholten Male mit, dass einzige Gefühl, welches du kennst, ist das Hungergefühl.»

«Keine unqualifizierten Zwischenrufe jetzt. Einfach die Lauscher auf Empfang stellen und Schnauze halten, Vierbeiner. Was ich dir sagen wollte, ich habe das Gefühl, gewisse Dinge gehen zu Ende. Es ist Zeit, wie sagt man so schön, alte Zöpfe abzuschneiden und sich neu zu orientieren.» sage ich nachdenklich.

«Mein lieber Mensch, solche Gedanken hattest du, mit Verlaub, schon öfters.» wirft der Hund ein. Ich muss ab dieser Aussage schmunzeln und füge dann an. «Das stimmt Vierbeiner. Nun weiss ich aber was ich ändern möchte.» entgegne ich bestimmt. «Ich würde sehr gerne mehr erfahren, aber zuerst muss ich unbedingt für grosse Hunde. Lass uns also losziehen, dann können wir anschliessend auf unserem Spaziergang das ganze ausdiskutieren. Denn so wie ich dich kenne, hast du wieder Dinge beschlossen ohne meine Meinung dazu einzuholen.»

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| HUNDEWEISHEITEN | https://www.blickkontrast.ch/hundeweisheiten/ https://www.blickkontrast.ch/hundeweisheiten/#respond Thu, 15 Oct 2020 22:56:00 +0000 https://blickontrast.ch/?p=942 Read More]]> «Weisst du was der Unterschied zwischen deiner Spezies und unserer ist, wenn ein Leben zu Ende geht?» will der Hund von mir wissen, als wir gemütlich auf dem Sofa sitzen und jeder für sich seinen Gedanken nachhängt. «Da gibt es wahrscheinlich einige.» entgegne ich. «Da hat der Mensch recht.»  wirft der Hund ein. «Okey, war dies nun schon alles zu diesem Thema aus Hundes Schnauze?» sage ich erstaunt zum Hund. «Nein, aber da der Mensch ja gleich wieder dazwischen quatschen muss, konnte ich einfach noch nicht genauer ausführen.» zischt es aus Hundes Schnauze. «Dann bin ich nun still und horche den Ausführungen des Vierbeiners.» murmle ich leise vor mich hin.

«Wie ich dir schon mehrfach erklärt habe, ist der Einsatz bei dir nicht der erste Einsatz welcher ich im Auftrag der Blindenführhundeschule leiste.» beginnt der Hund zu erzählen. «Oje, wenn der Vierbeiner die Geschichte so beginnt wird es zum einen anstrengend und zum anderen unendlich lang.» kann ich mir zwar leise aber leider doch gut hörbar meinen Kommentar nicht verkneifen. «Wie meint der Mensch?» faucht es aus der Schnauze des Hundes zurück. «Nichts, nichts Hund. Fahre ruhig weiter.» versuche ich den Hund wieder auf das Thema zu lenken.

«Du kannst mit den Augen rollen, wie du willst, Fakt ist, ich bin schon seit vielen, vielen Jahren im Dienste der Menschheit unterwegs und habe dem entsprechend schon so einiges erlebt. Lasse dir das mal wieder gesagt sein. So und nun kommen wir endlich zum eigentlichen Thema. In der Spezies Mensch, wird mit dem Tod ganz anders umgegangen. Ist jemand krank, wird dieser betreut und gepflegt, Ihr versucht dem Menschen in den letzten Stunden noch so nahe zu sein, wie jeder in diesem Moment die Kraft dazu hat.» führt der Hund aus. «Das ist doch eine schöne Sache, oder?» will ich vom Hund wissen.

«Natürlich Mensch.» entgegnet der Hund. «Läuft dies in der Tierwelt denn nicht gleich ab?» sage ich fragend in die Richtung des Hundes. «Ach weisst du Mensch, nehmen wir als Beispiel einmal die Haustiere. Oft werden beispielsweise wir Hunde einzeln gehalten. Auch wenn du noch heute meinst, du könntest mich verstehen, lasse dir nochmals gesagt sein, dies stimmt nicht und könnte für dich einmal ganz böse enden.

Wie auch immer. Worauf ich hinauswill…  Je nach dem was wir haben, verändert sich unser Gang, wir fressen nicht mehr und werden sehr dünn, oder können sonst in irgendeiner Weise desorientiert wirken. Aber was uns wirklich plagt und wie schlimm es steht, können wir gegenüber euch Menschen nicht ausdrücken. Somit kann es durchaus vorkommen, dass wir eine morgens einfach nicht mehr auf dieser Erde erwachen.» beendet der Hund seinen Monolog.

«Dies ist eigentlich sehr traurig Vierbeiner.» gebe ich leise zur Antwort. Einige Zeit schweigen Beide. Ich bemerke, wie der Hund mich beobachtet und dann als erster das Wort ergreift. «Mensch, kann es sein, dass du gerade an etwas denkst in diesem Zusammenhang?» «Mein Vierbeiner hat recht. Mir kommt gerade eine Geschichte in den Sinn.» sage ich zum Hund. «Dann lass mal hören.» sagt der Hund während er dicht neben mir Platz nimmt. «Ich kannte da mal eine Familie, welche Zwerghasen hatte. Als eines Morgens der Junge die Hasen füttern ging, fand er einen der Hasen so vor, dass er nicht sicher war, ob dieser noch lebte. Er rief dann seinen Vater. Es war leider so wie vom Jungen befürchtet, der Hase war tot.

Sie fanden keine äusserlichen Spuren, welche auf irgendeine Verletzung oder so hindeuteten. Überhaupt wies nichts darauf hin, dass es dem Hasen nicht gut gehen könnte. Er frass, war agil und spielte und hüpfte herum. Er war etwas dünner, als seine Artgenossen im Stall, aber dies wurde darauf zurückgeführt, dass es ein Weibchen war und die anderen eben Männchen.» führe ich aus. «Darf ich dich aufklären, dass Hasen, um in der Natur zu überleben, auch dann noch rumhüpfen und fressen, wenn es ihnen bereits nicht mehr gut geht. Dies machen die Hasen, um nicht den Fuchs oder was auch immer anzulocken. Dies würde für die Familie wohl oder übel nichts Gutes bedeuten.» fügt der Hund an. «Ach ja, spannend. Dies wusste ich nicht und ist sehr eindrücklich.» entgegne ich erstaunt. «Tja mein lieber Mensch. Tja, Ich sag es dir ja immer wieder. Ihr könnt von uns Tieren noch sehr viel lernen. Ihr habt nur immer das Gefühl die schlauste Spezies auf diesem Planet zu sein.»

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| IGEL | https://www.blickkontrast.ch/igel/ https://www.blickkontrast.ch/igel/#comments Thu, 08 Oct 2020 22:40:58 +0000 https://blickontrast.ch/?p=940 Read More]]> «Mensch hast Du heute die Tagespresse schon zu Gemüte geführt?» will der Hund von mir wissen als wir in der Dunkelheit des frühen Morgens zur Arbeit gehen. «Ja Hund ich habe die Tagespresse bereits mehr oder weniger konsumiert. Warum meinst Du?» frage ich den Hund zurück. «Es hatte in der lokalen Zeitung gleich zwei Artikel, welche einen Missstand in der Welt der Tierwelt aufgreift, an welchem deine Spezies Schuld ist.» entgegnet der Hund.

«Lass mich überlegen! Stimmt, es gab einen Bericht darüber, dass die Zukunft der Igel ungewiss sei.» teile ich dem Hund meine Erinnerung an das Gelesene mit. «Genau Mensch. Gemäss dem Bericht hat die Geschäftsstelle «Pro Igel Schweiz» pro Tag zwischen 50-80 Telefonanrufe welche besorgt über unterernährte und kranke Igel berichten.» ereifert sich der Hund. «Dies ist nicht schön. Wenn ich mich richtig daran erinnern kann, ist vor allem besorgniserregend, dass in den letzten Jahren die Anrufe nicht nur vor und nach dem Winterschlaf eine derart hohe Anzahl erreichte, sondern mittlerweile das ganze Jahr hindurch.» sage ich zum Hund.

«Genau Mensch. Eine Studie hat gezeigt, dass in den letzten 25 Jahren die Anzahl Igel in der Stadt Zürich um 40 Prozent gesunken ist und der Lebensraum in der gleichen Zeitspanne ebenfalls um 18 Prozent zurück gegangen ist.» sagt der Hund noch immer sichtlich echauffiert zu mir. «Dies trifft ja aber wahrscheinlich nicht nur auf die Städte zu.» entgegne ich. «Nein Mensch, da hast du recht. Auch in ländlichen Gebieten hat es der Igel schwer. Weisst du auch warum?» zischt es aus Hundes Schnauze. «Nein, daran kann ich mich ehrlich gesagt nicht mehr erinnern.» gebe ich leise zur Antwort.

«Dann will ich es dir gerne mitteilen. In den ländlichen Regionen trägt die intensive Landwirtschaft und die Abnahme von Versteckstrukturen dazu bei, dass der Igel Zuflucht in den Siedlungsgebieten sucht. Teilt mir der Hund mit. Warum nimmt dann aber der Bestand auch in besiedeltem Gebiet ab? will ich vom Hund wissen. Dies ist gemäss dem Bericht noch nicht klar, und hat, wie so oft, wahrscheinlich verschiedene Gründe. Zunehmende Verdichtung des stätischen Lebensraumes, Abnahme der Artenvielfalt in Gärten, sowie die Einschränkung des Lebensraumes durch Strassen, Mauern und Zäune aber auch der Einsatz von Pestiziden, der motorisierte Verkehr, Parasiten und Krankheiten könnten Gründe hierfür sein. Führt der Hund aus.

«Dies ist nicht gut. Ich kann mich nun wieder erinnern, gelesen zu haben, der Laubsauger sei gerade in zweierlei Hinsicht eine Bedrohung für den Igel. Einerseits werden mit dem Laubsauger nicht nur die Blätter, sondern auch Nahrungstiere des Igels aufgesaugt und zweitens wurden auch schon kleine schwache Igel von grösseren Geräten eingesaugt und verendeten.» entgegne ich nachdenklich. «Genau Mensch, es ist ja doch noch was hängen geblieben bei dir. Aber auch der Klimawandel trägt schon heute seinen Teil dazu bei. Steigende Temperaturen führen über lang oder kurz dazu, dass die Igel keinen Winterschlaf mehr machen, was dazu führt, dass Sie im Winter keine Nahrung also Insekten finden. Ein weiteres Problem wird dann der Stoffwechsel der Tiere sein, welcher auf einen niedrigen Energieverbrauch während des Winterschlafes ausgelegt ist.» ergänzt der Hund.

«Dies ist traurig, zumal der Igel sich nicht wie die Katze oder der Marder dann zurück zieht.» sage ich. «Das Igelsterben ist aber nur eines der Themen, welcher eurer Lebensstil  in der Tierwelt für Unruhe sorgt. In der Vogelwelt leiden die Schwalben ebenfalls darunter.» wirft der Hund vorwurfsvoll ein. «Ich darf wohl aus deiner Reaktion entnehmen, dass der zweite Bericht ebenfalls damit zu tun hat.» fahre ich dem Hund ins Wort. «Genau, die Schwalben leiden ebenfalls unter eurer Lebensart. Die neuartige Architektur bietet den Mauerseglern keine Nischen mehr in welchen sie ihre Nester bauen können. Neben den Gebäudenischen fehlt es ihnen aber auch an benötigtem Material für den Nestbau. Denn ihre Nester sind aus Lem und dieser fehlt durch den Verlust von offenen Bodenstellen.» schulmeistert der Hund herum.

«Ist ja gut Vierbeiner. Es ist mir bewusst, dass wir auch hier einiges zu verantworten haben. Leider kann ich es aber nur sehr beschränkt beeinflussen. Wo ich kann werde ich aber meinen Teil dazu beitragen. Dies wird aber in beiden von dir angesprochenen Fällen, für mich als Einzelperson eher schwierig werden.» sage ich leise zum Hund.

«Dies ist wohl schon so. Wenn du aber mithilfst darauf hinzuweisen, ist schon einiges getan. Lass uns also gleich nach der Arbeit noch etwas Katzenfutter einkaufen.» entgegnet der Hund. «Bist du nun auf Katzenfutter umgestiegen?» frage ich ungläubig. «Nein natürlich nicht. Aber Katzenfutter ist gemäss Zeitungsbericht nicht die schlechteste Nahrung für leidende Igel. Und wenn wir gerade dabei sind, können wir ja auch gerade meinen Kirschstängeli Vorrat wieder einmal auffüllen, denn sonst ereilt mich bald das gleiche Schicksal.»

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| SCHLAFLOS | https://www.blickkontrast.ch/schlaflos/ https://www.blickkontrast.ch/schlaflos/#respond Thu, 01 Oct 2020 22:43:00 +0000 https://blickontrast.ch/?p=937 Read More]]> «Mein lieber Vierbeiner, wir müssten dann in Kürze los.» rufe ich dem Hund wieder mal zu als ich früh morgens an seiner Oase vorbei gehe um die letzten, benötigten Utensilien zu rüsten. «Kann es sein, dass der Mensch heute Morgen etwas müde ist?» ruft mir der Hund unerwartet wach ab seiner Oase zu. «Ich bin sonst um diese Zeit sicherlich wacher.» gebe ich durchaus etwas müde dem Hund zur Antwort. «Dies glaube ich dir aufs Wort.» entgegnet der Hund. «Ach ja und warum?» will ich wissen.

«Normalerweise hört und sieht Hund vom Menschen ab dem Moment, in welchem er ins Bett geht, bis er dann, gefühlt mitten in der Nacht, wieder aufsteht nichts. Diese Nacht aber, habe ich durchaus mitbekommen, dass du länger wach warst und in der Wohnung rumgetigert bist.» teilt mir der Hund seine Beobachtungen mit. «Stimmt Hund. Ich konnte diese Nacht nicht schlafen.» stimme ich dem Hund zu.

«Darf Hund erfahren, warum der Mensch nicht schlafen konnte?» ruft mir der Hund zu. «Mich hat das Thema unseres gestrigen Nachhauseweges beschäftigt.» gebe ich dem Hund zur Antwort. «Das Thema betreffend dem Bericht über den Sportler mit dem Trainingssturz?» ruft der Hund ab seiner Oase. «Genau Vierbeiner.» entgegne ich. «Was hat den Menschen denn so beschäftigt?» will der Hund wissen. «Natürlich ist es tragisch was passiert ist. Es ist hart, wenn von einer Sekunde auf die andere das Leben eine ganz andere Wendung nimmt- Da braucht es viel Geduld, Willen, Durchhaltekraft und Zeit. Die Aussage von wegen «scheiss Behindertenleben» kann in einem hoch kommen. Es zeigt aber auch, wie unsere Gesellschaft tickt. Es hat keinen Platz für anders sein. Schneller, höher, besser, schöner, und so weiter begleiten unsere Gesellschaft Tag für Tag. Diese Themen sind wohl auch bei dem Sportler das Problem. Ich habe den Bericht auch noch zu Gemüte geführt. Wenn ich es richtig im Kopf habe, ist er etwas über Mitte Zwanzig. Ein Profisportler, rein körperlich in der Blüte seines Lebens. Angekommen an der Weltspitze seines Faches. Da brauchst du eine Menge Ehrgeiz, natürlich Willen und Egoismus. Also ist nur das Beste gut genug. Da hat es keinen Platz für Schwäche.» beende ich meinen Monolog, um inne zu halten.

«Entschuldigung Mensch, aber so läuft es in deiner Spezies ja tag täglich ab.» wirft der Hund ein. «Ich weiss Hund. Dies hat mich auch beschäftigt. Nehmen wir gleich mal unseren Sportler. Natürlich habe ich keinen persönlichen Kontakt mit ihm. Wenn ich aber den Inhalt des Berichtes mir in Erinnerung rufe, hat er Mühe zu akzeptieren, dass nun vieles nicht mehr so funktioniert wie er es sich gewohnt ist. Er hat Mühe mit der Tatsache, dass es mühsam, ja anstrengend, nervend aufreibend sein kann. Gewisse Dinge dauern ewig oder gehen gar nicht. Also alles Dinge die in seinem «alten» Leben keinen Platz hatten. Er sich wahrscheinlich gar nie damit auseinander gesetzt hat, nie auseinandersetzen musste.» erkläre ich mich dem Hund.

«Ist dies aber nicht normal? War dir dies vor der Diagnose bewusst?» will der Hund von mir wissen. «Ich weiss es nicht mehr. Nein, es war mir sicherlich nicht bewusst. Da hast du schon recht.» sage ich leise. «Ich denke es ist auch nicht ganz vergleichbar.» wirft der Hund ein. «Was meinst du?» fahre ich dem Hund ins Wort. «Beim Sportler trat die Veränderung von einer Sekunde auf die andere ein. Bei dir hingegen kam es schleichend. Also konntest du dich etwas besser darauf einstellen.» entgegnet der Hund. «Dies stimmt natürlich Hund. Trotzdem habe ich versucht mit dem jeweiligen Zustand das Optimum heraus zu holen. Es gab auch Momente, wo ich feststellen musste, dass gewisse Tätigkeiten nun nicht mehr gehen. Einige meiner Träume sind erloschen. Dies war nicht schön und ich hatte danach auch weniger gute Tage. Ich habe aber nie Gedanken von wegen «scheiss Behindertenleben». Im Gegenteil! Ich wollte eher beweisen, dass ich trotzdem meinen Platz mitten unter den «normalen» Menschen behaupten kann.» beende ich meinen Einwand.

«Ist dir aufgefallen, dass du im Grunde das gleiche gemacht hast oder immer noch machst?» sagt der Hund zu mir. «Was meinst Du damit?» fauche ich den Hund leicht an. «Du akzeptierst im Grunde deine Einschränkung auch nicht. Oder kannst du mir plausibel erklären, weshalb du krampfhaft versuchst deinen Platz unter den Normalos zu behaupten?» provoziert mich der Hund.

«Ist dies so?» knirsche ich den Hund an. «Wie siehst du es?» gibt der Hund den Ball fies zurück. Ich muss kurz schmunzeln und sage: «Wenn es krampfhaft rüberkommt, muss ich wohl über die Bücher. Natürlich habe ich manchmal Mühe die Behinderung zu akzeptieren. Ich fühle mich dadurch aber nicht weniger wert oder habe das Gefühl, mein Leben sei dadurch nicht lebenswert. Dieses Gefühl bekomme ich eher von aussen hin und wieder zu spüren. Ich habe Tage, an welchen ich zu beissen habe, dass mein Augenlicht fast weg ist. Aber um ganz ehrlich zu sein habe ich manchmal fast mehr damit zu kämpfen, wieviel Energie es mich kostet, als vollwertiger Mensch wahrgenommen zu werden. Ich bin dadurch nämlich nicht dümmer oder gescheiter, höflicher oder unhöflicher als die Normalos. Weisst du was Vierbeiner? Genau vor dem hat wahrscheinlich der Sportler Angst. Angst nicht als vollwertige Person wahrgenommen zu werden.»

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| LEBENSWERT | https://www.blickkontrast.ch/lebenswert/ https://www.blickkontrast.ch/lebenswert/#respond Thu, 24 Sep 2020 22:35:30 +0000 https://blickontrast.ch/?p=933 Read More]]> «Mensch, heute Morgen habe ich in der Tagespresse einen Bericht gelesen. Ich würde gerne mit dir über diesen sprechen. Sei dir jedoch bewusst, der Inhalt wird dich ärgern.» sagt der Hund während ich mich für den Nachhauseweg bereit mache. «Kein Problem, Vierbeine! Wir haben bekanntlich einige Minuten, bis wir zu Hause ankommen.» gebe ich zur Antwort während ich dem Hund noch das Führgeschirr anlege.

«In dem Bericht ging es um einen Sportler, welcher beim Training stürzte und sich einen Wirbel brach. Dieser Bruch hat nun zur Folge, dass er von der Brust an gelähmt ist.» beginnt der Hund zu erzählen, als wir das Haus verlassen haben. «Ich gehe davon aus, dies ist noch nicht der Teil, welcher mich aufregen wird? Denn dies ist ja sehr tragisch Hund.» unterbreche ich den Hund. «Nein natürlich nicht Mensch. Ich muss aber in deinem Falle ja immer sehr weit ausholen, damit du es dann schlussendlich auch kapierst.» faucht der Hund mich an.

«Verstanden – zuhören!» flüstere ich leise vor mich hin. «Geht doch! Also, wo war ich? Genau, der Sportler hatte einen Trainingsunfall und wurde dann natürlich hospitalisiert. In der Corona Zeit wurde er im Spital isoliert und durfte gemäss Bericht, nicht einmal seine Freundin empfangen.» erzählt der Hund weiter. «Dies ist aber extrem hart. Da liegst du in einem Spitalbett, weisst noch nicht wie ob du je wieder gehen kannst und bist dann noch wochenlang allein. Da dreht wohl jeder durch.» unterbreche ich den Hund.

«Das denke ich auch.» entgegnet der Hund. «Da hast du recht. Ich rege mich schon wieder auf. Es ist richtig, wir haben diesen Virus nun, aber wir sollten doch lernen mit einem gesunden Menschenverstand an die Sache heran zu gehen. Da liegt ein Mensch schwer verletzt im Spitalbett, kämpft neben den Verletzungen wahrscheinlich auch mit psychischen Problemen. Sicherlich wäre er auf einen ihm nahe stehenden Menschen angewiesen, um besser damit fertig zu werden. Aber er wird buchstäblich allein gelassen.» ereifere ich mich. «Tja, das ist eure Spezies.» sagt der Hund schulterzuckend.

«Scheint so. Natürlich, wir müssen wo immer versuchen, die Schutzmassnahmen einzuhalten. Also Hände waschen, Abstand etc. aber sicherlich nicht sich verrückt machen lassen. Die Schäden, die mangels sozialem Kontakt entstehen können, sind auch nicht zu unterschätzen. Dasselbe ist doch, wenn jemand im Sterben liegt und keiner darf ihn besuchen.» ereifere ich mich weiter!

«Wie wahr, leider liegt derjenige schon im Sterben. Also mit oder ohne Corona.» wirft der Hund ein. «Gut, bei uns können doch die engsten Leute zum Patienten gehen. Einfach nur immer zwei und nicht mehr als eine Stunde.» sage ich zum Hund nach einer Weile. «Okey, habe ich vergessen zu erwähnen. Der Sportler war zwar Schweizer, aber den Unfall hatte er in seiner Wahlheimat, den USA.» teilt mir der Hund seine Ergänzung mit. «Ach so.» murmle ich leise vor mich hin. «Soweit hat der Mensch mal alles verstanden, dann kommen wir nun zum eigentlichen Teil. Der Unfall ist nun schon zwei, drei Monate her. Er konnte nun offenbar auch in sein Umfeld zurückkehren. Die Reha Phase wir noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Ein Spendenkonto wurde auch schon eingerichtet, um die Reha und die damit benötigten Dinge anschaffen zu können. Nun kommt der Teil, bei welchem ich denke, du wirst dich etwas aufregen.» bereitet mich der Hund vorsichtig vor.

«Dann bin ich ja mal gespannt.» gebe ich augenrollend zur Antwort. «Nun hat sich der Sportler offenbar über die Sozialen Medien über sein Seelenleben geäussert. Er schreibt er habe dieses scheiss Behindertenleben satt. Sein Körper funktioniere nicht mehr normal. Es gehe ihm jeden Tag schlecht, er schlafe nicht gut, und das wenige, das er machen wolle, mache ihn wütend. Weil alles so langsam geht. Weil nichts mehr selbstverständlich ist.» schliesst der Hund seine Äusserungen.

«Tja, offensichtlich hadert da ein Mensch mit seinem Schicksal. Ist doch irgendwie auch nachvollziehbar.» entgegne ich. Eine Weile gehen wir Wortlos nebeneinanderher. «Da muss einer noch viel akzeptieren lernen und versuchen daraus das Beste zu machen. Natürlich wird es immer wieder Tage geben, an denen er hadert und es nur sehr schlecht akzeptieren kann. Ich hoffe er lässt dann seinen Unmut nicht an seinem Umfeld aus. Denn auch deren Leben hat sich verändert und sie können nichts dafür, dass er nun im Rollstuhl sitzen muss.» sage ich leise zum Hund.

Wieder schweigen wir eine Weile und erneut ergreife ich als erster das Wort. «Du hattest recht. Ich habe mich in der Tat  zuerst etwas aufgeregt.» «Darf der Hund wissen über was.» will der Hund sichtlich neugierig wissen. « Über den Ausdruck «das Scheiss Behindertenleben». sage ich. «Habe ich mir gedacht. Aber warum?» will der Hund wissen. «Weil dies auf den ersten Blick dem Leser vermittelt, dass ein Leben als Behinderter nicht lebenswert ist.» gebe ich zur Antwort.

Es ist in der Tat nicht immer einfach und hin und wieder ist es sehr anstrengend. Weil gewisse Dinge nicht oder nicht selbstständig gemacht werden können. Da kann es natürlich vorkommen, dass man hadert und wütend werden kann. Dies ist normal und gilt wohl auch für nicht Behinderte. Aber, auch als sogenannt Behinderter hat das Leben einiges auf Lager, an welchem ich mich trotz Einschränkung erfreue und es extrem lebenswert macht.» schliesse ich meinen Gedanken.

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| WANDERPOKAL | https://www.blickkontrast.ch/wanderpokal/ https://www.blickkontrast.ch/wanderpokal/#comments Thu, 17 Sep 2020 22:18:07 +0000 https://blickontrast.ch/?p=930 Read More]]> «Darf der Mensch wissen was sein Vierbeiner an meinem Laptop macht?» sage ich zum Hund als ich diesen an meinem Laptop antreffe. ««Pssst, Mensch! Nicht stören, ich muss gerade etwas dringendes erledigen.» will der Hund mich abwimmeln. «Klar Vierbeiner, du musst immer irgendetwas dringend erledigen. Warum aber immer an meinem Laptop?» will ich vom Hund wissen. «Ernsthaft Mensch? Das ist nun eine kleine Veralberung, oder?» zischt der Hund mir nun entgegen. «Nein natürlich ist dies keine Veralberung, sondern eine ernst gemeinte Frage.» zische ich nun meinerseits zurück. «Wirklich?» höre ich den Hund sagen. «Ja klar Vierbeiner. Warum nimmst DU immer mein Laptop?» sage ich laut und übertrieben betont zum Hund.

Der Hund hebt den Kopf hinter dem Bildschirm hervor, schiebt das Gerät etwas zur Seite und, obwohl ich es nicht wirklich sehen kann, merke ich wie er mich leicht genervt anstarrt. «Mein lieber Mensch, in solchen Momenten pflege ich zu sagen, du hast den Kopf nicht nur um dein schütteres Haupthaar zu kämmen, sondern hin und wieder wäre es auch schön, wenn du die paar wenigen Hirnzellen auch noch zum Studieren einsetzen würdest.» faucht mich der Hund an. «Wie soll ich dies nun wieder verstehen?» entgegne ich. «Ganz einfach Mensch, mit den Ohren. Oder kannst du mich neuerdings über die Füsse verstehen?» zischt es aus Hundes Schnauze. «Okey, irgendwie noch einleuchtend.» sage ich mit einem breiten Schmunzeln. Der Hund schaut mich einen kurzen Moment verdutzt an und muss dann ebenfalls schmunzeln. «Mensch, was für eine saudumme Frage das wieder war von dir. Natürlich muss ich deinen Laptop verwenden, wenn ich mein Büro erledigen will. Denn vielleicht ist es dir ja entgangen, ich habe kein eigenes Gerät.» fügt der Hund danach genüsslich an. «Genau Vierbeiner. Da verhält es sich in deinem Falle wie bei einem Kind. Diesem gibt man als Eltern auch kein solches Gerät in die Hand, denn sonst bist du auch permanent am Gamen oder YouTuben.» werfe ich ein. «Pha, von wegen. Ich habe es dir vorhin deutsch und deutlich mitgeteilt. Ich bin am Büro machen. Wenn du es genau wissen willst, bin ich für DICH am Büro machen.» faucht mich der Hund an.

«So schön! Wendet sich in dem Fall der Hund wieder einmal an die Community?» fahre ich dem Hund fragend ins Wort. ««Nein mein lieber Mensch. Ich fülle den Unfallschein aus.» entgegnet der Hund mit einem Augenrollen. «Lass mich mal ran, ich will mal lesen.» unterbreche ich den Hund während ich ihm den Laptop entreisse. «Pha! Von wegen «ich will mal lesen»…» höre ich den Hund leise murmeln. «Ganz ruhig Vierbeiner. Dann lasse es mich anders formulieren, ich lasse es mir von der sympathischen, synthetischen Stimme vorlesen.» zische ich zurück während ich die Stimme des Screen Readers wieder anmache:

«Liebe Mobiliar. Die Zeit war an diesem Sonntag so weit fortgeschritten, dass ich in der Magengegend ein grösseres Hungergefühl wahrnehmen konnte. Dies veranlasste mich dazu die Lebensmittel für das Abendessen aus dem Kühlschrank zu nehmen. Bis dahin verlief alles nach Plan und einem gemütlichen Ausklang des Wochenendes stand eigentlich nichts im Wege. Als ich mich aber für das Hervorkramen der Tischsets unter dem Tisch bücken wollte, stand plötzlich dieser doofe Wanderpokal am Tischrand und stach mit seinem spitzigen Deckel ohne Vorwarnung, hinterlistig fies und gemein in mein linkes Auge. Sie können sich sicherlich vorstellen, dass damit der gemütliche Ausklang des Wochenendes nicht mit dem Verzehr eines leckeren Abendessen, sondern in der Notfallaufnahme einer Augenklinik  geendet hat.» beendet die synthetische Stimme die vom Hund verfassten Zeilen.

Ich halte einen Moment inne, drehe mich zum Hund ab und sage. «Was soll denn dieser Quatsch?» «Och weisst du Mensch, ich dachte mir, die Versicherung hat ja nun schon einige Meldungen von dir erhalten, in welchem du wegen deiner Sehschwäche den Kopf blutig angestossen hast. Ich dachte mir, die Sachbearbeiterin oder der Sachbearbeiter würde im Zusammenhang mit dir auch gerne mal etwas eine andere Variante lesen wollen.» entgegnet der Hund mit einem sehr breiten Schmunzeln.

«Bist du noch bei Sinnen, Vierbeiner? Diese Geschichte glaubt keiner auf der Versicherung.» entgegne ich etwas entrüstet. «Vielleicht nicht, aber auch nur weil die dich nicht persönlich kennen.»

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